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Rabenbund, Kapitel 2

Der Blick der Daimoness, welcher sowohl von Skepsis wie auch einem Hauch von Schadenfreude durchflutet war, glitt haltlos über das Antlitz der Sklavin hinweg. Ob sie ihr glaubte? Jedenfalls nicht im Punkte das sie Zeit zum nachdenken brauchte. Das sie das astralreich besucht hatte war ihr aber im Grunde genommen auch egal, ebenso wie jegliches unternehmen das sie dort vollführt hatte. Gab es noch etwas außer ihren eigenen, überwiegend nichtigen Tätigkeiten die sie interessierten? Seid dem sie ihren Bruder verloren hatte, hatte auch sie sich sehr verändert. Zu früheren Zeiten hätte sie Gold und Geld dafür gegeben niemals im Mittelpunkt zu stehen, möglichst unbeachtet zu bleiben. in jetzigen Zeiten tat sie nur noch das wozu es ihr Stand, dabei interessierte es sie reichlich wenig ob oder wer daran Schaden nahm. Zudem war auch ihre Kleindung von unscheinbaren schwarz Tönen zu Figur umschmeichelnden, sanften weiß Tönen gewechselt, welche nicht selten von braunen Spielereien begleitet wurden. Doch war das auffälligste Merkmal wohl oder übel die vorher Strich schmalen, tot blassen Lippen, welche nun in zartem rot und praller Fülle in unterem Quartal ihres Gesichtes thronten und dieses, geschmacklich, gar zu einem Augenschmaus werden ließen. Sollte man doch behaupten das die eigentliche Repräsentation der 8. Todsünde auch zu dieser passte, so bildete jene Daimoness allerdings in jederlei Hinsicht eher das gekonnte Gegenteil. von Melancholie oder Trauer keine Spur. Alles schien sich unter einer Decke von Wut, Hass und Arroganz zu verlieren, oder nicht einmal vorhanden zu sein.

Nun aber verformten sich die Lippen der Frau zu einem zynischen grinsen. Oder sollte man sagen einem schadenfrohen? Eindeutig war es nicht. Ebenso wie alles und jederzeit was mit ihr in Verbindung stand. Zumindest war es meistens so. Sacht erhob sich die, für die Erscheinung unpassende, hohe und kraftlose Stimme aus Richtung der Daimoness. "Nun, meine Liebe.. Ich schätze du kannst mir ebenso gut sagen warum ich dir nicht glauben kann.. oder? .. Jedenfalls würdest du uns damit ein paar noch nicht vorhandene Komplikationen ersparen, welche allerdings nur mit sofortigem, ehrlichen beantworten meiner Frage umgangen werden können.." Langsam, allerdings nicht zaghaft, zog die junge Frau bogentlich eine Braue in die Höhe. Anschließend, genau genommen nicht mal zwei Minuten später, huschte der Blick jener Frau knapp an der Sklavin vorbei. Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen als sie die Illusionäre Gestalt des Drows erkannte, welche sich auf sie zu bewegte, und dies nicht gerade mit dem Ausdruck eines zufällig aufgefallenen Weges, sondern mit beinahe erstaunlicher Präzision. Anscheinend war die richtige Gestalt mit Leib und Seele vollkommen in ihre Situation vertieft. Wieder verzogen sich die Lippen zu einem grinsen. Doch war dieses nun eher von Genugtuung Bespickt. Sie liebte es wenn ihre Vermutungen zu trafen. Die federn im weißen Haar des Drow ließen sich zu dem Entschluss kommen das er wahrscheinlich der war, zu wem der Rabe seine Kontaktaufnahme versucht hatte. Er hatte zudem wohl auch Erfolg gehabt. Sie zog es aber dennoch vor zunächst keine Worte an die Illusion zu richten. Sie wusste noch nicht ob es ein Trugbild des Raben selbst war, oder tatsächlich das gleich eines anderen Wesens war. Nun, es würde sich ohnehin zeigen. Konnte es sprechen, war es ein wirklicher Drow. Beobachtete es nur, war es der Rabe..

yasles am 12.1.07 11:38


Sumpfstadt Yasles, Kapitel 1

Still lag der Wald, welcher Grenze zwischen dem Fürstenreich Thaliev und dem Sumpfgebiet mit Hauptstadt Yasles bildete, da. Sanft umspielte eine leichte Briese das Blätterwerk der Bäume, welches großteils aber schon den Moos überwachsenen Waldboden bedeckte. Nur vereinzelt war noch leise das Zwitschern der letzten Vögel zu hören, die noch nicht ihr Ziel im Süden erreicht hatten. Auch von anderen Waldbewohnern war kaum noch etwas zu bemerken, geschweige denn zu hören, was allerdings damit zusammen hängen mochte das es bereits zu dämmern begonnen hatte. Für ein Ebenbild des Friedens konnte man den Wald und seine letzten Besucher halten. Tief im inneren verborgen, auf Seiten des gespenstisch posierenden Sumpfes, verweilte die letzte und auch merkwürdigste, noch nicht an bettruhe denkende Gruppe von Wesen, welche wohl je den Wald durchzogen hatte. Den Rücken an den sich hinter ihr befindenden Baumstamm einer alten Eiche lehnend, saß eine junge Frau am Boden. Die Knie an den Körper gezogen hatte sie an ihre Schenkel an kleines Buch gelehnt, in welches sie vertieft zu sein schien. Geschmeidig und ohne jegliche Anstrengung glitt der Blick aus den schmalen, silber grauen Augen über die künstlerisch verzierten Worte und Zeilen hinweg. Ein dicker, bis zu den Knöcheln hinab reichender Ledermantel bewahrte sie dabei vor dem frieren. Ihr Haar war lang, von rot bauner Farbe, und fiel in seichten Wellen auf ihre Schultern und ihren Rücken hinab. Auf ihrer linken Schulter hatte es sich ein Rabe zwischen ihrem Haar bequem gemacht. Die Augen unscheinbar zwischen dem schwarzen Gefieder geschlossen haltend schien er zu schlafen. Neben den beiden, am Boden zusammen gerollt, lag eine junge Kitsune, dessen drei Ruten sich samtig um und über ihren Körper gelegt hatten. Diese schienen wiederum sie warmzuhalten. Doch schlief sie im vergleich zu ihrem Rabenkumpanen nicht. Den Kopf auf die vorderen Tatzen gelegt war ihr Blick zum Himmel gewand. Sanft spiegelten sich die letzten Lichtstrahlen in dem hellen blau der Fuchsaugen. Von allen drei Wesen ging eine fast beruhigende Stille aus. Wer waren sie nur?
Das Rascheln der letzten auf den Bäumen tronenenden Blätter war vergangen als die junge Frau eine Hand bewegte und das Buch eine Seite weiter Blätterte. Der Rabe bewegte sich keinen Millimeter, wärend die Kitsune kurz aus dem Augenwinkel zu ihrer menschlich wirkenden Begleitung blickte. Diese aber hob einen Moment später eine Braue in die höhe. Ein Staubkorn? Nein.. Über die linke Seite des Buches, welche sie soeben leslich verschlingen wollte, war ein kleines weißes Etwas gesegelt, hatte sich schließlich auf dem Buch nieder gelassen und war dort zu einem kleinen dunklen Fleck zerschwommen. Nein, wahrlich kein Staubkorn. Sacht hob die Frau ihren Kopf an, die Kitsune tat es ihr gleich. Stumm beäugten sie das Himmeldach aus welchem immer mehr dieser kleinen weissen Flocken fielen. Und auch wenn es keiner ausprach wusste man doch was es war. Schnee.



So lange war es her... viel zu lange... eine junge Enragin streckte ihre Hände gen Himmel. Sie war umgeben von ein paar Vögeln die rast auf ihrem Weg nach Süden einlegten. Auf ihrem Arm hatte sich ein kleiner Falke niedergelassen der vertrauensseelig mit seinem Schnabel klapperte. "Yuki.... lang nicht gesehen..." es war ein Falke der sie vor langer Zeit einst begleitet hatte. Mit einem kurzen mustern der anderen Vögel sah sie zu ihrem einstigen Gefährten ich Wünsch dir viel Glück..! Das eschenholzfarbene Wesen strich dem Gefiederten kurz über den Kopf er sie mit einer Schweifbewegung den Falken aufscheuchte und letzendlich sich abwande. Ein seuftzen entglitt dem fremdartigen Wesen. Manche Gesichter die sie einst kannte waren schon ein wenig verblasst, einige bewusst und gewollt jedoch auch welche die sie nicht vergessen wollte.
Melacholisch sahen die leeren tief scheinenden Augen auf den Boden vor sich. Hier sollte das Sumpfgebiet irgentwo sein. Das weiße Haar des Wesens hatte sich die Jahre über nicht verändert. Es war glatt und fiel geschmeidig um die eigenen Schultern. Größer geworden ist sie ebenfalls nicht, sie wuchs schon lang nichtmehr. Eines der weißen flocken legten sich auf ihre unbedeckten stellen. Aufschreckend, wie aus einem Traum, sah sie gen himmel den fallenden Schnee entgegen. Stimmt ja... es war ja wieder Winter... das hätte sie beinahe vergessen. Durch die plötzliche aufmerksamkeit auf ihre Umgebung roch sie einen süßlichen Duft. Wirklich zuordnen konnte sie es nicht, aber dieser zog sie manisch an. Stillschweigend sah sie einen Kitsune entgegen... einer Dämonin in menschlicher Gestalt und einen Raben. Sie wich etwas zurück. Diese sanften Züge im gesicht der Rakshas erinnerten sie an den ihr wohl wichtigsten Wesen... Doch wirklich glauben woltle sie dies nicht... kaumw ar sie zurück lief ihr ihre gebieterin über den weg.
Misstrauisch beobachtete sie die Tiere um sie herum. Seitdem sie auf und davon war brauchte ihre Meisterin wohl neue Schoßtiere... wie liebenswürdig. Sie entschied sich für die kühle Reaktion, wiso in drei Teufelsnamen sollte sie nett angekrochen kommen? "Guten Abend Meisterin Keiyrena..." raunte sie.

 

Er stand von seinem Platz auf und legte den Kopf in den Nacken um noch den letzen Rest seines Mets zu trinken. Dabei fielen die langen weißen Haare die mit Rabenfedern geschmückt waren auf seinen Rücken der von einem blutroten Stoffumhang bedeckt wurde. kaum das sein Glas leer war schritt er zum Ausgang wobei die Blicke aller ihn trafen denn sie waren jedes mal froh wenn er wieder ging, denn in dieser Taverne versammelten sich die Gegner seiner Gier. Die Leute die dagegen waren das er Probleme mit Kämpfen löste und daraus noch Gewinn machte indem er Wetten abschloss und auf jeden Kampf gebühren nahm wenn man zuschauen wollte. Kurzgesagt die Personen die, die begriffen hatten das, das ganze nur zu seinem Profit und zu seiner Belustigung war. Doch er schritt ungerührt von dieser Tatsache wieder hinaus auf die Straße denn er wusste das seine Untergebenen dafür sorgen würde das er heute Nacht einen Kritiker weniger hat.
Nachdem er kurze Zeit über die Wege Yasles lief, lies sich eine Schneeflocke auf seinem schwarzen Hemd nieder die er verärgert entfernte. Er mochte den Schnee nicht denn dann wurde die Sonne immer reflektiert und blendete seine an Dunkelheit gewöhnten Augen, doch immerhin war die Dämmerung schon begonnen und somit begann auch seine zeit denn er als Drow, was an der Oberfläche eine Seltenheit ist, liebte die Nacht weil es in ihr auch so dunkel ist wie im Unterreich.
Als er vor seiner Haustür stand hörte er hinter sich ein leises Geräusch und er wusste das es einer seiner Raben ist die er Dank seines Ringes unter Kontrolle hatte, er hatte von jedem Raben den er unter seiner Kontrolle hatte eine Feder in seinem Haar als Verbindung zu diesen. Nachdem sich ein Rabe auf seine Schulter gesetzt hatte durchflutete ihn eine ganze Schar an Bildern und Eindrücken die jeder seiner Raben gesammelt hatte. Einer dieser Eindrücke hatte seine Aufmerksamkeit erregt denn er war von einem Raben der bei einer jungen Frau auf der Schulter saß die von einer Kitsune begleitet wurde und zu der auch noch eine weitere Person gestoßen war, doch Nalfion verdrängt das alles wieder.
Nachdem er in sein Haus getreten war schloss er die Tür wieder und hängte seinen Mantel auf um sich in den oberen Teil des Hauses zu begeben damit er mit seiner Arbeit beginnen konnte. Diese Arbeit für die Nalfion Tormtor berüchtigt war denn nach außen hin war er nur der Drow der, der Stadt eine Lösung für ihre Probleme bot.


Die junge Frau ging allein ihren einsamen Weg durch die Straßen, der ihr so fremden Stadt. Ihre hellen Augen, von einem klaren und unermüdlichen Blau, glitten über die Fassaden der Häuser. Manche alt und heruntergekommen, andere hingegen wirkten wie kleine Paläste. Mit schönen Gärten und reich verziert. Dennoch, in den Gärten blühte kaum etwas. Nur solche Pflanzen, die im Winter erblühten, konnten nun ihre Pracht zeigen. Das lange Haar des Mädchens reichte hinab bis zum Ende ihres schmalen Rückens. Es war von einem Silberweiß, welches von hellblonden, fast auch schon bleichen und weißen Strähnen durchzogen wurde. Das Gewand der jungen Frau war ebenfalls weiß. Sein Saum berührte den Boden. Dort, wo dieser die nasse, schmutzige Straße streifte, sog er das Nass auf und wurde selbst besudelt. Wohl ungewöhnlich für diese Jahreszeit war, dass dieses Mädchen barfuß lief. Doch es schien sie kaum zu stören, als würde sie die Kälte nicht spüren, die auch durch die dünnen Leinen ihres Kleides zog. Ihr Blick wart nun langsam unsicher. Die blauen Pupillen fanden keinen Halt. Die junge Frau stand in der Mitte der Straße, achtlos wurde sie von vorbeigehenden Leuten angerempelt und stolperte einige Male. Sie fing sich aber jedes mal wieder rechtzeitig. Zaghaft strich sie sich ihr Harr zurück und trat an die Seite. Etwas legte sich plötzlich auf ihre Nasenspitze und zerschmolz dort auf ihrer blassen Haut. Sie richtete ihren Blick gen Himmel. Zarte, weiße Flocken vielen von dort oben auf sie herab. Sie streckte die dünne Hand aus. Langsam glitt noch eine Flocke auf sie zu und legte sich in ihre Handfläche. Ein Lächeln lag auf ihren Lippen. Der Schnee auf ihrer Hand schmolz. Sie stand weiterhin da, die Hand ausgestreckt, um die schönen Flocken zu fangen. In ihren klaren Augen spiegelte sich der Himmel wieder, aus dem die Flocken zur Erde vielen. An ihren nackten Füßen lief plötzlich etwas Kleines vorbei. Sie wand die Pupillen ab und ließ sie auf dem Wesen vor ihr ruhen. Eine Ratte. Ihr Fell war grau, oder eher silberfarben, wie das Haar des Mädchens? Sie schmunzelte und kniete sich hin. Sich zu dem Tier hinabbeugend flüsterte sie kaum hörbar „Ich habe dich bereits vermisst Loredan.“ Sie hielt der Ratte ein kleines Stück Brot hin und strich ihr über das glatte Fell. Anschließend richtete sich die junge Frau wieder auf, das Tier in ihrer Handfläche geborgen.

 

Stille. Nichts geschah, nichts rührte sich. Vielleicht war sie nicht in der Lage zu reagieren? Vielleicht Wollte sie es nicht? Vielleicht hatte die junge Frau die Worte des eben dazu getretenen Wesens nicht gehört? Vielleicht war sie nicht in der Lage dazu gewesen, oder hatte sie galant überhört? Minute um Minute verstrich, aber es rührte sich einfach nichts bei den am Boden hockenden Wesen. Bis es geschah das eine weitere kleine, weiß farbige, Schneeflocke ihren weg durch das Himmelszelt gefunden hatte und schließlich, ohne Kompromisse und Widersprüche, auf dem Buch der jungen Frau landete. Diese nahm dies aber nicht als Anreiz dieses zu schließen und aufzusehen, sondern lediglich um, nachdem ein weiterer Moment vergangen war, leise ihre Stimme zu erheben. Diese war wahrlich leise, und zudem ausdrucksloser als ein Blick jemals sein konnte. "Neidisch?.. " .. Konnte man dies überhaupt ein erheben der Stimme nennen? Ein einziges Wort welches zudem auch mehr als nur provokant war, sondern auch noch beleidigend? Wahrscheinlich dachte die Enragin auch das dies alles ein schlechter Witz sein musste, aber es war die völlige Realität, und nichts würde sich daran ändern. Nun, es war natürlich auch in Betracht zu ziehen das die Daimoness, um welche es sich ja drehte, einfach nur angemessen reagieren wollte, wenn man sie einfach so allein gelassen hatte. Arrogant, nicht war? Aber wer war das nicht? Zusehens verdunkelte sich die Umgebung und alles an sich. Die Dämmerung verstärkte sich unaufhaltsam. Das Schauspiel der hinter den Klippen verschwindenden, durch die mittlerweile fast Blattlosen Äste hindurch erkennbaren, untergehenden Sonne durch ein kurzes zur Seite blicken bemerkt habend hob die junge Frau einen Moment später ihre Kopf dennoch an, was mit einem leisen, aber trotzdem nicht zu überhörenden zuknallen des in ihrer Hand liegenden Buches untermauert wurde. Damit sah sie nun in die entgegen gesetzte Richtung ihrer Sklavin. Den Raben hatte der knall unsanft aus seinem Schlaf gerissen. Er zuckte in sich zusammen und wäre wohl auch beinahe von der Schulter gepurzelt, wenn nicht das Haar der Daimoness soviel Material zum fest krallen stellte. Sie selbst bemerkte nichts davon da er dabei nicht an seinem Halt zog. Die Kitsune hatte den verträumten Blick aus den hellblauen Augen auf die unbekannte, welche ihre Gefährtin eben so schamlos angesprochen hatte, unverwegt an. Sie schien ein reges Interesse an dieser zu haben, auch wenn sich das Interesse nur an die Gestalt, und nicht die Persönlichkeit richtete...

Der Blick des neuen Begleiters ihrer Meisterin ignorierte sie gekonnt. Sie war es vollkommen gewöhnt angegafft zu werden, auch wenn es nur um Äußerlichkeiten ging. Mit einem raschen Lächeln kam sie ein paar Schritte näher, doch es war kein gutmütiges lächeln was sich auf ihre silbernen Lippen gelegt hatte sondern ein provokantes. Es war schwer die junge Enragin zu reizen, sodass sie verletzt sein würde oder gar wütend. Erwartungsvoll zogen sich ihre Brauen zeitlupenartig in die Höhe. "Wie ich sehe wurde ich gut ersetzt... der Kitsune ist sicherlich so flauschig wie mein eigenes Fell. Ist es den gemütlich?" der Schwung von Sarkasmus wurde unüberhörbar. Demonstrativ hockte sich Zerodyme einen Meter entfernt vor ihrer Gebieterin. "Ich habe kein interesse daran einen Sozialen Konflikt hier zu entfachen... habt ihr es zumindest gut gehabt? So ganz ohne mich?" Erwartungsvoll legte die Wesenheit ihren Kopf in die schräge, die Ellenbogen auf die angewinkelten Knie gelehnt. Sie war kein Stück gealtert. Den solch ein paar Monate konnten einer Wesenheit wie ihr nichts anhaben. Herausfordernd zuckten die länglichen Ohren wärend ihr Blick auf die beiden neuen entzückenden Schoßtierchen fiel. Neidisch? Natürlich... zu gerne würde sie selbst ihrer Gebieterin ihr samtiges Fell zur verfügung zu stellen, oder als miniaturausgabe eines Drachkins auf ihrer Schulter tronen. Doch nach alledem war das der Sklavin von Keiyrena nicht vergönnt. Mit großem Glück konnte man in ihren Augen erkennen was sie dachte und vielleicht die Sehnsucht zumindest das Haar ihrer Gebieterin noch einmal berühren zu dürfen.

Nalfion Tormtor schritt gemächlich in Richtung seines Rüstungsschrank in dem er seine Ausrüstung aufbewahrte. Dort angekommen öffnete er den Schrank und holte zu erst einmal ein paar Armschienen aus schwarzem Leder hervor die über seinem schwarzen Seidenhemd anlegte. Nachdem diese fest verschnürt sind greift er wieder in den Schrank um die Beinschienen hervorzuholen die er nun ebenfalls festschnürte. Kaum das das erledigt war holte er den letzen Teil seiner Rüstung aus dem Schrank, den Teil der seinen Obenkörper unter mattem Leder bedecken würde. Als letztes bevor er den Schrank wieder schloss holte er einen kleinen Gürtel voller magischer Wurfdolche heraus, diese waren perfekt ausbalanciert um ihr mörderisches Werk zu vollbringen zu dem sie geschaffen wurden. Bedächtig schloss er den Schrank wieder.
Auf der Stelle drehte er sich um und ging schnellen Schrittes auf seinen Balkon der zur Stadt hinausragte. Er stand dort und schaute über die Dächer und wartete darauf das die Sonne vollkommen untergehen würde und er sein Werk verrichten konnte bevor der Mond wieder aufging, denn dann musste er bereits wieder an einem anderen Ort sein um sich dem zu stellen was zuvor verursacht hatte.
Und er freute sich schon darauf zu töten und nachher wieder als der dazustehen den alle kannten, der Drow der half und doch langsam alle tötete.
Nun dachte er nach wo er Anfangen sollte, wen er zuerst umbringen sollte und wer es sehen durfte und was am wichtigsten war, wie er daraus den meisten Gewinn machen konnte indem er die Schuld auf andere schob, die natürlich unschuldig waren, um eine Fehde anzuzetteln durch seinen Mord, wenn es sich dann genug ausgereizt hatte würde er eingreifen und sie gegeneinander zu lassen, und er würde daraus gewinnen in dem er dafür Geld nahm und nebenbei auch noch Wetten anbot. Ein Mensch würde sagen das er ein unmoralisches Arschloch sei aber er als Drow fand sein Handeln nur verständlich.
Aufeinmahl durchzuckte seinen Geist ein Bild das er von jenem Raben erhalten hatte der bei der jungen Frau saß, denn dieser war nun aufgeschreckt und zeigte ihn nun das dort nun zwei Persönlichkeiten waren die beide alles andere als normal waren und somit hatten sie seine Neugierde geweckt, denn neue Leute die er noch nicht kannte bedeuteten neue Chance Geld zu machen und dafür zu morden.

Die junge Frau schritt langsam die Gasse entlang. Die Ratte lief mit kleinen Schritten ihren Unterarm entlang, kaum merklich bohrten sich ihre kleinen Krallen in die blasse Haut. Das Tier trippelte nun den Oberarm entlang und verschwand dann in der Haarpracht des Mädchens. Dieses sah mit glasigen Augen vor sich auf den schmutzigen Boden. Auch wenn sie zuerst nicht daran hatte denken wollen, kam nun unweigerlich die Frage in ihr auf, wohin sie gehen sollte. Ohne es zu registrieren lenkte sie ihre Schritte auf das Stadttor zu. Es kam gar nicht in Frage weiterhin in der Stadt zu bleiben, soviel stand für das Mädchen fest. Als sie ihre Schritte also fort lenkte, besah man sie mit neugierigen Blicken. Doch mochten die Leute auch spüren, dass sie anders war, so blickten sie nur auf, sahen eine junge Frau und schritten weiter, verblüfft von ihren Sinnen getäuscht worden zu sein. Doch ihre Sinne verrieten sie nicht, es waren ihre Augen, die ihnen ein heiteres Mädchen vorgaukelten, ein Mädchen ohne Sorgen. Doch es vermochte mehr, als nur eines unbedachten Blickes, sie zu erkennen. Wer sie wirklich war. Ein Engel, gewiss gaben einige Wissende ihr diesen Namen. Doch konnte ein Name so viel über eine Kreatur aussagen? Sie wagte daran zu zweifeln. Doch selbst, wenn dies der Name gewesen wäre, so war dieser nun nicht mehr richtig. Nicht ganz, war sie doch aus dem Himmel gebannt worden. Sie lenkte ihre Gedanken wieder in die rechte Bahn. Wo sollte sie hin? Wo ging sie hin, ohne ihren Füßen ihr Zutun zu geben? Sie blickte auf und blieb einen Moment lang stehen. Ihre klaren Pupillen strichen über die veränderte Landschaft. Sie war nicht lang unterwegs gewesen, zumindest erschien es ihr so. Aber nun erstreckte sich ein Wald, wo sie ihren Weg ging, die Stadt hatte sie schon längst hinter sich gelassen. Man sah einen Anflug von Angst durch das Gesicht des Mädchens huschen. Was nun? Sie hatte nicht die geringste Ahnung, warum sie ihr weg hierher führte, aber noch weniger wusste sie, was sie tun sollte. Verdammt, was sie ganz allein auf der Erde zu suchen hatte, bis man ihrem Leben ein Ende bereitete! Panik überkam die zarte Gestalt. Sie hatte plötzlich furchtbare Angst und große Mühe, ihre Tränen zurückzuhalten. Bloß nicht durchdrehen, mahnte sie sich selbst. Nein, das machte eh keinen Sinn. Sie erhob die schmalen Finger und strich sich das Haar zurück. Schweigend horchte sie den Geräuschen des Waldes. Worauf wartete sie? Etwa darauf, dass ihr herz wieder den ursprünglichen Rhythmus fand? Sie wusste es nicht, wie sie so vieles nicht mehr wusste.

 

Leise, und nur spärlich zu vernehmen glitt ein amüsiertes, aber zugleich wohl auch höhnisches Lachen über die Lippen jener jungen Frau, welche unverfroren wie der Herr des Eises selbst die eigene beste Freundin so unnett in den Schatten gestellt hatte. Wenn man es denn überhaupt so nennen konnte. Denn, hatte man überhaupt gefragt ob sie diese Wesen, welche sich bei ihr befanden, als die ihren ansah? Ob sie deren Anwesenheit nicht vielleicht sogar als störend empfand? Nun, ob gefragt oder gleichgültig getan, man sollte es bald erfahren..
"Meine Liebe, für wie weltoffen schätzt du mich ein? .. Grausig.. " Ohne weiter auf Worte zu warten zog die Daimoness, welche aber ja doch nie als solch eine erkannt wurde, eine kleine, aber Stab ähnliche Nadel aus dem Ärmel ihres Mantels, drehte diesen zweimal geschickt zwischen ihren Fingern und stach ihn dann ohne Pardon, und zielsicher als würde sie am Hinterkopf Augen haben, in Richtung des Raben. Dieser spreizte erschrocken, und Flug bereit die Flügel, was aber nur genau das war womit die Frau im Mantel gerechnet hatte. Mit dem erklingen eines wohl schauderhaften Knackens drang die Spitze der Nadel durch das Gefieder, und nur einen kurzen Moment später in den Stamm des Baumes. Ohne auch nur den kleinsten Anschein des Mitleides für den nun an den Baum gefesselten Vogel erhob sich die Daimoness galant von ihrem Platze und sah anschließend auf die Kitsune herab. Ihr Blick musste kühler als die Eiszeit selbst gewirkt haben, da die Kitsune, welche das beäugen nicht einmal eine Minute standhielt, rasch aufsprang und das weite suchte. Lautlos führten die schmalen Fuchspfoten sie weiter in den Wald hinein. Sich zu der Sklavin wendend zog die junge Frau Schultern und Hände in die Höhe. " Nun? Immer noch der Ansicht das es nötig wäre eifersüchtig zu sein? .." Abermals leise auflachend klopfte sie sich seelenruhig Staub und Erd Reste von ihrem Mantel und strich danach sacht die langen, rot braunen Haare zurück auf den Rücken, versuchte sie auch gleichsam dabei von kleineren Knoten zu befreien, welche von dem Vogel verursacht worden waren. Darüber ob sie die Sklavin nun vermisste hatte oder nicht verlor sie keine Silbe War sie den jemals eindeutig oder gefühlvoll freundlich gewesen? Nein.
Lautlos entwichen ihren Lippen ein paar unverständliche Worte welche von einer in die Höhe gehenden Augenbraue abgesetzt wurden. Der Blick der Rakshas war noch einmal kurz auf den Raben zurück geglitten. Sie war vielleicht keine ausgebildete Magierin oder sonst etwas, aber immerhin dämonischen Blutes, womit es für sie keine Schwierigkeit war magische Ströme wahrzunehmen. Und von diesem Vogel, der Rabe, welcher eben noch auf ihrer Schulter gethront hatte, ging eine nun ziemlich starke Strömung aus. Vielleicht eine Verbindung zu anderen Vögeln? Einem Vogelmeister vielleicht? Na, wie auch immer, es war mit Sicherheit nicht schwer heraus zu finden. Sich auf dem Absatz drehend deutete sie ihrer Sklavin gleichsam an ihr zu folgen. Rasch führten sie die weitgreifenden Schritte etwa 10 Meter in die Richtung in welche auch die Kitsune verschwunden waren. Dort lehnte sie sich dann wieder an einen Baum während sie die Stimme dann doch noch einmal an die Sklavin Gewand erhob. "Nun, dann erzähle mir doch einmal wo du warst, und was der Anlass dafür war.." Sie würde warten. Das etwas auf dem Weg zu diesem Vogel war, war offensichtlich. Es fragte sich nur was, und wann es ankommen würde..

Mehr als Schadenfroh hatte die Sklavin das Werk ihrer Gebieterin betrachtet. Eigentlich hatte sie damit gerechnet, das im nächsten Moment eine Nadel sich einen Weg durch den eigenen Hals bahnen würde oder das zumindest eine gewaltige Kopfnuss auf ihren Hinterkopf prallte. Mana sei dank blieb dieser Part aus.Die junge Enragin war noch nie ein Wesen vieler Worte gewesen so folgte sie ihrer Meisterin stumm bis diese ihre Stimme erhob. Das ihre Gebieterin sie nicht fortgeschickt hatte, sondern zu sich winkte, war mehr als beruhigend. In Keiyrenas Augen waren sie vielleicht nur wirklich gut befreundet, aber bei Zerodyme war mit der Zeit eine wahre Abhängigkeit entstanden, was ihrer Meisterin sicher nicht gefallen würde. "Nun... ich habe keine Lust darüber zu reden...Ich brauchte einfach Zeit für mich allein zum nachdenken" es wäre nicht untertrieben das von Keiyrena sofort irgentwelche bissigen Kommentare kommen würden, die beinhalten das Zero's Stärken sicherlich nicht im nachdenken liegen. Insgemein hoffe ich jedoch, das uns der kleine Streit erspart bleibt. "Das Astralreich war gerade passend dort habe ich Ruhe gesucht. Ich hoffe doch das nichts prägendes wärend meiner Abwesenheit passiert ist?" Nunmehr das Thema ablenkend beobachtete sie das treiben ihrer Gebieterin skeptisch. Sie hatte zwar ebenfalls etwas in der Luft gespürt, doch war sie zu abgelenkt und mit ihrer ''Freundin'' beschäftigt, als dieses genau wahr zu nehmen.

 

Er ging hinab in die Straßen um sich auf den Weg hinaus zu machen der ihn zu den neuen Persönlichkeiten in seinem Todesrevier führen sollte als er ein schmerzhaftes Ziehen in seiner Schulter spürte, dort wo eins eine tiefe Wunde gewesen wart die nun verheilt war doch der Schmerz kam immer wieder wenn er ein engelsähnliches Wesen in seiner Gegenwart spürte. Nalfion Schaute sich um doch er wusste nicht worauf er achten sollte er hatte nur den Schmerz in seiner Schulter als Anzeichen für jemanden der ihm bestimmt nicht freundlich gesonnen war, doch er schob dieses Gefühl beiseite mit dem Bewusstsein das er sich da später drum kümmern würde denn nun hatten die beiden Personen außerhalb der Stadt vorrang.
Nun hüllte er sich wieder in seinen Mantel der ihn vor den Blicken der Leuten verstecken sollte . Kaum das er um die nächste Ecke gegangen war durchzuckte seinen Geist eine letzte Vision des Raben der soeben noch auf der Schulter der jungen Frau gesessen hatte. Er hörte noch das Knacken der Knochen des Raben und er sah wenn auch nur verschwommen wie der Rabe gestorben ist. Mit diesem Raben starb auch ein kleiner Teil seiner Seele den er hatte jedem Raben den er unter seiner Kontrolle hatte ein winziges Stück seiner Seele eingesetzt und sich im Gegenzug auch ein Stück von den Raben genommen das durch die Federn in seinen Harren zu sehen war.
Als dies letzen Eindrücke ein Ende nahmen spürte Nalfion wie die Feder des Raben in seinem Haar zu Staub zerfiel der unangenehm in seinen Nacken hinabfiel. Im Geiste ging er noch einmal alle seiner Raben durch und schickte sie auf Spähflug zu dem Ort an dem ihr Bruder gestorben war, er lies sie über die junge Dame und ihre Begleitung fliegen.
Nachdem  er sich darum gekümmert hatte machte er sich wieder auf den Heimweg obwohl es eigentlich anders geplant gewesen ist hatte er nun eine Idee die auf seinem Neuen Wissensstand basierte. Bei dem Gedanken an diese Idee sah man ihn, wenn man genau hinsah, leicht lächeln. Als er zuhause angekommen war setze er sich in das Hexagramm das mit dem Blut seiner Raben auf den Boden gezeichnet war und nur einem Zweck diente. Er saß im Schneidersitz in der Mitte des Pentagramms und schnitt sich leicht in beide Arme die er nun über die Linien des Hexagramms hielt damit sie es mit seinem Blut speisten.
Nun begab er sich ganz in den Geist seiner Schützlinge, die sich inzwischen rund um sein Ziel versammelt hatten. Er befahl ihnen in einem Moment zusammen in die Mitte zu fliegen wo sie sich zu einem verbanden und eine Illusion entstehen ließen die wie Nalfion aussah und die  Nalfion mit seinen Gedanken kontrollierte. Er saß nun dort in seinem Hexagramm und lies mittels seiner Gedanken das Abbild, das durch die Raben geschaffen wurde, sich zu dem toten Raben zu begeben das diesen fasste und in sich aufnahm um nun als Illusion des Drow auf die junge Dame zuzugehen.

yasles am 26.11.06 15:42





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