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Rabenbund, Kapitel 2

Der Blick der Daimoness, welcher sowohl von Skepsis wie auch einem Hauch von Schadenfreude durchflutet war, glitt haltlos über das Antlitz der Sklavin hinweg. Ob sie ihr glaubte? Jedenfalls nicht im Punkte das sie Zeit zum nachdenken brauchte. Das sie das astralreich besucht hatte war ihr aber im Grunde genommen auch egal, ebenso wie jegliches unternehmen das sie dort vollführt hatte. Gab es noch etwas außer ihren eigenen, überwiegend nichtigen Tätigkeiten die sie interessierten? Seid dem sie ihren Bruder verloren hatte, hatte auch sie sich sehr verändert. Zu früheren Zeiten hätte sie Gold und Geld dafür gegeben niemals im Mittelpunkt zu stehen, möglichst unbeachtet zu bleiben. in jetzigen Zeiten tat sie nur noch das wozu es ihr Stand, dabei interessierte es sie reichlich wenig ob oder wer daran Schaden nahm. Zudem war auch ihre Kleindung von unscheinbaren schwarz Tönen zu Figur umschmeichelnden, sanften weiß Tönen gewechselt, welche nicht selten von braunen Spielereien begleitet wurden. Doch war das auffälligste Merkmal wohl oder übel die vorher Strich schmalen, tot blassen Lippen, welche nun in zartem rot und praller Fülle in unterem Quartal ihres Gesichtes thronten und dieses, geschmacklich, gar zu einem Augenschmaus werden ließen. Sollte man doch behaupten das die eigentliche Repräsentation der 8. Todsünde auch zu dieser passte, so bildete jene Daimoness allerdings in jederlei Hinsicht eher das gekonnte Gegenteil. von Melancholie oder Trauer keine Spur. Alles schien sich unter einer Decke von Wut, Hass und Arroganz zu verlieren, oder nicht einmal vorhanden zu sein.

Nun aber verformten sich die Lippen der Frau zu einem zynischen grinsen. Oder sollte man sagen einem schadenfrohen? Eindeutig war es nicht. Ebenso wie alles und jederzeit was mit ihr in Verbindung stand. Zumindest war es meistens so. Sacht erhob sich die, für die Erscheinung unpassende, hohe und kraftlose Stimme aus Richtung der Daimoness. "Nun, meine Liebe.. Ich schätze du kannst mir ebenso gut sagen warum ich dir nicht glauben kann.. oder? .. Jedenfalls würdest du uns damit ein paar noch nicht vorhandene Komplikationen ersparen, welche allerdings nur mit sofortigem, ehrlichen beantworten meiner Frage umgangen werden können.." Langsam, allerdings nicht zaghaft, zog die junge Frau bogentlich eine Braue in die Höhe. Anschließend, genau genommen nicht mal zwei Minuten später, huschte der Blick jener Frau knapp an der Sklavin vorbei. Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen als sie die Illusionäre Gestalt des Drows erkannte, welche sich auf sie zu bewegte, und dies nicht gerade mit dem Ausdruck eines zufällig aufgefallenen Weges, sondern mit beinahe erstaunlicher Präzision. Anscheinend war die richtige Gestalt mit Leib und Seele vollkommen in ihre Situation vertieft. Wieder verzogen sich die Lippen zu einem grinsen. Doch war dieses nun eher von Genugtuung Bespickt. Sie liebte es wenn ihre Vermutungen zu trafen. Die federn im weißen Haar des Drow ließen sich zu dem Entschluss kommen das er wahrscheinlich der war, zu wem der Rabe seine Kontaktaufnahme versucht hatte. Er hatte zudem wohl auch Erfolg gehabt. Sie zog es aber dennoch vor zunächst keine Worte an die Illusion zu richten. Sie wusste noch nicht ob es ein Trugbild des Raben selbst war, oder tatsächlich das gleich eines anderen Wesens war. Nun, es würde sich ohnehin zeigen. Konnte es sprechen, war es ein wirklicher Drow. Beobachtete es nur, war es der Rabe..

12.1.07 11:38
 


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